Ein kleines Waldhaus wird zu einem Berliner Landhaus

Ein kleines Waldhaus wird zu einem Berliner Landhaus

Im Ortsteil Wannsee stand einmal ein kleines Waldhaus. Es war klein und unscheinbar und passte zur Umgebung: am Waldesrand gelegen. Die Eigentümer des Hauses wünschten sich jedoch einen großzügigen Umbau. Aus dem Waldhaus wurde ein Berliner Landhaus. Vorbild ist das englische Landhaus der Jahrhundertwende. Denn ein Landhaus wird „weder pompös, noch übermächtig groß, noch aufwendig“ (Lexikon der Weltarchitektur, 3. Auflage S. 675) hergestellt.

Der Mittelpunkt ist eigentlich der Garten!

Zum Grundstück gehört ein dicht bewachsener Garten. Als Schwellenraum zum Garten dient ein neuer, verglaster Flachbau mit Dachterrasse. Die Räume öffnen sich zum Garten und sind doch im Rücken durch den L-förmigen Baukörper des Hauses geschützt. Große, verglaste Schiebeelemente heben die Grenzen auf. Der Garten wirkt auf diese Weise, als sei er im Hause angekommen.

Vom Garten her erschließen sich auch alle weiteren architektonischen Elemente des Gebäudes. Da die Verwendung aufwertender Fassadenelemente traditionell zum Bautypus des Landhauses gehört, schmückt ein Fledermausfenster die Giebelfront. Und der Austritt auf die Dachterrasse schließt mit einem Korbbogenabschluss.

Fotos: © Andreas Riedel