Ein Bungalow findet seine Natur.

Ein Bungalow findet seine Natur.

Ein kleines Einfamilienhaus in der ehemaligen Gartenstadt Frohnau wurde seinem Ursprung zurückgeführt. Das Gebäude liegt in ungewöhnlicher Hanglage, umringt von altem Nadelbaumbestand. Diese räumliche Qualität wurde zur Grundlage der gestalterischen Planung gemacht. Dass das Dach saniert werden musste, war ein willkommener Anlass auch die Wohnlandschaft neu zu ordnen und zu erweitern. So wurde mehr als eine reine Sanierung daraus. Die Gestaltung wurde gemäß technischer und persönlicher Anforderungen seiner Bewohner in die heutige Zeit übertragen.

Das Erdgeschoss mit seiner Erschließung befindet sich hangseitig im Untergeschoss zur Straße hin orientiert und wird über ein offenes Treppenhaus mit dem eigentlich Wohnraum im Obergeschoss verbunden. Dieser öffnet sich nun, abgewendet von der Straße, zum Garten hin. Durch einen fließenden Übergang zum waldigen Garten, wurden die Räume in ihrer Aufenthaltsqualität aufgewertet. Zwei neue Wintergärten ergänzen den bestehenden U-förmigen Baukörper. Die Wohnlandschaft wirkt nun großzügig, wobei der Baukörper selbst kleinteilig bleibt und einen intimen, schattenspendenden Innenhof bildet.

Mit den Fischen unter Bäumen.

Auch hier ist die Küche Mittelpunkt des Wohnens und wird von Schlafbereich und Wohnbereich flankiert. Der dem Schlafbereich vorgelagerte Wintergarten wird als Atelier genutzt. Vor dem Wohnraum entstand ein fließender Übergang zum Gartenbereich. Hier wurde ein typisches Gestaltungsprinzip der Bungalows der 50er und 60er Jahre angewendet, wo man eine Einheit mit dem Außenraum anstrebte. Große Glas-Schiebeelemente lösen die Trennung von Innen und Außen auf. Die vorgelagerte Terrasse schwebt über dem Fischteich. Darüber erheben sich riesige Nadelbäume. Aus einem einfachen Gartenhaus wurde hier ein sensibler Rückzugsraum, eingebettet in eine grüne Oase.

Ein Vordach verbindet die beiden Wintergärten und gibt dem Gebäude sein charakteristisches Aussehen. Die tragenden Stützen imitieren dabei die schmalen Bäume, die die Gartenkulisse einrahmen.

Text und Fotos: © Caroline Prange